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Espresso zubereiten

Bitter war
gestern.

Süss, balanciert und rund: So schmeckt Espresso, wenn Bohne, Röstung und Rezeptur zusammenpassen. Ob Du gerade die erste Maschine ausgepackt hast oder seit Jahren an Deinem Rezept feilst: Hier findest Du alles, was Deinen Espresso morgen ein bisschen besser macht als heute. Die Bohnen dafür rösten wir, den Rest schreiben wir auf.

01 · Das Grundrezept

Das Grundrezept,
von dem aus
Du anpasst.

Mit diesen Werten fängt jeder an, ob mit der ersten Maschine oder einer neuen im Haus. Sie gelten für jeden Siebträger, vom Einsteigergerät bis zur La Marzocco. Stell darunter ein, was Du hast, die Zahlen rechnen mit.

Dein Rezept
Kaffeemehl
In der Tasse
Bezugszeit
Brühtemperatur

Passe das Grundrezept an Deine Bedingungen an.

Einfach oder doppelt?
Brühverhältnis 1 : 2,5
KaffeemehlIn der Tasse
Wie sind Deine Bohnen geröstet?

Kann Deine Maschine die Temperatur einstellen, dann auf 93 °C.

Die Espresso-Routine

Fünf Schritte, jeden Morgen dieselben. Sitzen sie, schmeckt der Espresso gleich, und Du merkst sofort, wenn etwas anders läuft als sonst.

01 Siebträger vor dem Bezug an der aufgeheizten Maschine

Aufheizen und spülen

Thermoblock zwei bis drei Minuten, Einkreiser zehn bis fünfzehn, Zweikreiser dreissig. Nicht die Lampe zählt, sondern ein heisser Siebträger. Dann leer spülen.

02 Mahlgrad an der Mühle einstellen

Mahlen und wiegen

Frisch mahlen, immer, und direkt in den trockenen Siebträger. Kaffeemehl verliert sein Aroma in Minuten, nicht in Tagen.

03 Kaffeemehl im Siebträger vor dem Tampern

Verteilen und tampern

Erst gleichmässig verteilen, dann gerade und mit ruhigem Druck tampern. Schief getampert heisst: Das Wasser sucht sich den einfachsten Weg.

04 Siebträger eingespannt, der Bezug läuft

Einspannen und sofort starten

Nicht warten. Das heisse Sieb verbrennt Dir sonst das Kaffeemehl, bevor überhaupt Wasser fliesst.

Die einzige Regel, die zählt: Ändere immer nur eine Sache auf einmal. Wer Mahlgrad, Menge und Zeit gleichzeitig verstellt, lernt nichts über seinen Espresso.
02 · Espressobohnen

Welche Kaffeebohnen
für Siebträger und
Espressomaschine?

Die Bohne entscheidet mehr als jede Einstellung an der Maschine. Ist sie alt oder zu dunkel geröstet, rettet auch das beste Rezept nichts. Unsere sind hell bis mittel geröstet und kommen als 250-g-Beutel. Wenn Du nicht weisst, wo Du anfangen sollst: Der Fincamigos ist der unkomplizierteste.

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Gut zu wissen

Was ist ein Espresso?

Ein Espresso ist ein kurzer, konzentrierter Kaffee. Er wird aus fein gemahlenen Bohnen mit heissem Wasser und hohem Druck gebrüht. Richtig zubereitet und mit den richtigen Kaffeebohnen ist er süss, ausgewogen und aromatisch.

Der Espresso ist Grundlage für diverse Kaffeegetränke, etwa der Kaffee Crème, der Americano sowie Espresso mit Milch wie Cappuccino, Flat White, Cortado und der Latte Macchiato.

Häufige Fragen

Wie viel Koffein hat ein Espresso?

Die Koffeinmenge in einer Tasse hängt von drei wesentlichen Faktoren ab: der Kaffeebohne, der Kaffeepulvermenge und der Portionsgrösse.

Kaffeebohne: Robusta-Bohnen sind mit ihren 2 bis 4,5 Prozent Koffein wahre Wachmacher. Arabica-Bohnen dagegen haben nur 1,1 bis 1,7 Prozent Koffein. Darüber hinaus unterscheiden sich die Varietäten unter den Robusta- und Arabica-Bohnen teils deutlich voneinander.

Kaffeepulvermenge: Je mehr Kaffeepulver Du in Deinem Siebträger hineingibst, desto mehr Koffein extrahierst in Deine Tasse hinein. Dieser Faktor ist signifikanter als etwa der Röstgrad, denn Koffein wird durch die Röstung praktisch nicht verändert.

Portionsgrösse: Koffein ist wasserlöslich. Ein Kaffee Crème beispielsweise hat bei gleicher Kaffeepulvermenge mehr Koffeingehalt als ein Espresso, weil durch die grössere Wassermenge mehr Koffein aus dem Kaffeemehl extrahiert wird.

Wenn Du den genauen Koffeingehalt wissen willst, vergleiche in der Tabelle aus unserem Artikel über Koffein die Menge an Koffein je nach Espressoart.

Wie viele Espresso am Tag?

Seit einer EU-Untersuchung der Lebensmittelbehörde Efsa aus dem Jahr 2015 kursiert im Internet die Zahl von bis zu 400 Milligramm Koffein, die für gesunde erwachsene Menschen täglich für unbedenklich gelten. Wenn Du Deinen Espresso so trinkst, wie wir es gerne tun, also 18 Gramm Kaffeemehl auf 42 Gramm Wasser, und dadurch auf etwa 70 bis 100 Milligramm Koffein pro Tasse kommst, dann solltest Du mit vier Tassen pro Tag sicher sein.

Wie viel ml hat ein Espresso?

Wie viel ml ein Espresso hat, hängt vom Barista ab. Wenn Du Deinen Espresso selber brühst, bestimmst Du bzw. Deine Einstellungen in Deiner Kaffeemaschine die Menge. Als Orientierung: Wir brühen unsere hell gerösteten Espressos nach dem 1:2,5 Gramm Rezept. Bei einer Menge von 18 Gramm Kaffeepulver ergibt das 42 Milliliter Espresso in der Tasse. Dunkel geröstete Kaffees funktionieren häufig mit dem 1:2-Rezept besser. Bei 18g Kaffeepulver solltest Du danach eine Portionsgrösse von 36 Milliliter anpeilen.

Kommt Espresso von Expresso Kaffee?

Das Wort «Espresso» kommt von dem italienischen Wort «espressivo», also ein Getränk, das speziell für einen Gast gebrüht wurde. Das Wort wurde in einer Zeit geformt als das Kaffeegetränk explizit an der Bar bestimmter Cafés bestellt werden musste. Trotz des weit verbreiteten Irrglaubens leitet sich das Wort nicht von «Express» ab, auch wenn die Assoziation zum rasch zubereiteten Kaffee nahelegt. Der Espresso hat auch nichts mit dem lateinischen Begriff «expressum» zu tun («ausdrücken»). Daher ist ein Espresso niemals ein «Expresso Kaffee», sondern eher ein «exklusiver Kaffee».

Espressp und Esspresso – Welches sind die beliebtesten Rechtschreibfehler?

Rasch eingetippt und noch bevor Du den Rechtschreibfehler erkennst, hast Du bereits die Enter-Taste gedrückt. Denn natürlich würdest Du esspresso niemals mit Doppel s am Anfang schreiben, oder? Doch? Keine Sorge, so wie Dir geht es 2'000 Google-Suchenden pro Jahr. Eine witzige, aber immer noch falsche Variante ist der essepresso. Ob sich die 140 Verschreiber etwa zu sehr an den italienischen Akzent hineingedacht hatten?

Zwei Mal Doppel s kann nicht sein, denken sich die Schlaueren. Doch an welcher Stelle genau kommt es nochmal hin? 320 entschieden sich in den vergangenen 12 Monaten für die falsche Variante, denn sie schrieben esspreso.

Das Wort Espresso verlangt uns auf der Tastatur Einiges ab. Die Buchstaben verteilen sich in der gesamten Breite unseres QWERTZ-Systems. Kein Wunder, wenn 170 Leuten beim Schreiben die Puste ausgeht und sie beim letzten Buchstaben nur noch das P erreichen. So wird aus Espresso schnell der espressp.

Völlig verbrüht haben sich die Kaffeeliebhaber, die sich für den esppreso interessierten (75). Ihm sei aber verziehen. Denn es gibt ja immer noch Leute, die beim Espresso an den Express denken und hinten nur noch ein o mit Kaffee hängen.

Die andere Seite

Lieber klar
und leicht?

Filterkaffee zeigt die Herkunft einer Bohne noch präziser. Weniger Druck, mehr Zeit, mehr Transparenz in der Tasse.

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